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HOMÖOPHRASISCHE VERARBEITUNG VON JAMU

         
  Am Beispiel der Curcuma (Gelbwurzel, auch im Curry enthalten) kann man die homöophrasische Verarbeitungssystematik am besten aufzeigen. Das verwendete Beispiel ist von seinem Ablauf her für alle verarbeiteten Pflanzen identisch, wobei aber für jede Pflanze ein anderer homöophrasischer Verarbeitungszyklus zugrunde gelegt wird.
 

Wurzelknollen der CURCUMA
 
Wurzelknollen der CURCUMA

  Nach der Ernte wird die Gelbwurzel gereinigt, in kleine Scheibchen geschnitten und in speziellen Holzkörben zur Trocknung gebracht. Sie wird an zwei aufeinander folgenden Tagen jeweils 2,5 Stunden an der Sonne und den Rest der Zeit in Schattenkammern an der Luft getrocknet.
Andere Pflanzen haben einen anderen homöophrasischen Trocknungszyklus. Die individuellen Trocknungszyklen sorgen unter anderem auch dafür, dass die einzelnen Pflanzenteile nicht ausgedörrt werden, da ansonsten so ziemlich alle für die Medizin wirksamen Stoffe verloren gingen. Homöophrasisch getrocknete Pflanzen behalten ihre Farbe sowie ihre gewünschten Wirkstoffe.
  Nach der Trocknung werden die Pflanzen manuell in einem großen Mörser pulverisiert. Das so gewonnene Pflanzenpulver wird unter ständigem Wenden eine bestimmte Zeit lang zwischengelagert.
 

Auf Grund der speziellen Schichtung kommt es in Verbindung mit der Sonne zu gezielten homöophrasischen Reaktionen und es entstehen ganz neue Wirkstoffe. Das ist unter anderem einer der Gründe, warum JAMU Produkte nicht synthetisiert werden können. Für jedes JAMU Präparat gibt es anders homöophrasisch zusammengesetzte Gewürzkügelchen, die dann entweder zu Pflegeprodukten weiterverarbeitet oder als Pillen zum Einnehmen benutzt werden

 

Lagerung von Pflanzenpulver
 
Lagerung von Pflanzenpulver

 

Trocknung der fertigen JAMU Kügelchen
 
Trocknung der fertigen JAMU Kügelchen

  Nach ein bis zwei Tagen wird das Pflanzenpulver mit etwas Wasser oder Pflanzenflüssigkeiten zu einem Brei vermischt. Dieser Pflanzenbrei wird ausgerollt und mit sog. Pillenbrettern zu kleinen Basiskügelchen verarbeitet. (Basiskügelchen bestehen aus nur einer Pflanze.) Auch die Basiskügelchen unterliegen jetzt wieder einer individuellen homöophrasischen Trocknungszeit.
Nach Beendigung dieser Trocknungszeit wird auf die Basiskügelchen eine andere Pflanzenschicht aufgetragen und wieder getrocknet. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis jedes Kügelchen aus 10 verschiedenen Schichten besteht. Durchschnittlich dauert diese Prozedur ca. 2-8 Wochen.
  Zu JAMU werden hauptsächlich ca. 150 verschiedenen Pflanzen verarbeitet, aus denen die ca. 36 geläufigsten Basisprodukte entstehen, wobei sich wiederum jedes Präparat aus 10 verschiedenen Pflanzen zusammensetzt. Für die pflegenden Produkte werden die gewonnenen Kügelchen wiederum pulverisiert und mit bestimmten homöophrasischen Pflanzenflüssigkeiten zu Cremes oder Emulsionen verarbeitet.
  Bedingt durch das immer tropische Klima in Asien ist das Problem der Konservierung ein viel größeres als in Europa. Man hat in China schon weit vor Christi Geburt, Cremes und Emulsionen mittels pflanzlicher Stoffe haltbar gemacht.
Dieses Prinzip ist heute die Konservierungsgrundlage bei allen zu JAMU verarbeiteten Präparaten.
Es funktioniert nach folgender Weise: Es gibt in Asien zwei bestimmte Arten von Zwitterpflanzen, (Pflanzen die sich selbst befruchten, eine davon heißt im chinesischen "Miu") welche während der Befruchtungsphase ein Sekret produzieren, das Bienen und Insekten davon abhält die Blüte anzufliegen und somit den Blütenstaub davonzutragen. Dieses Sekret hat konservierende Eigenschaften und ist in jedem pflegendem JAMU Präparat verarbeitet.
Alle JAMU Präparate sind mindestens über vier Jahre ungekühlt haltbar, auch wenn sie angebrochen und wieder verschlossen worden sind.
 Die Cremes und Emulsionen werden in langwierigen Prozeduren homöophrasisch hergestellt und abgefüllt.

 

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