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HOMÖOPHRASISCHER ANBAU VON GEWÜRZ- HEILPFLANZEN

         
  Das Yin und Yang Prinzip, die universelle Gegensätzlichkeit, ist eine der Grundlagen bei der Kultivierung der zu JAMU verarbeiteten Pflanzen. Die JAMU Heilkunst hat aus der alten, klassischen chinesischen Anschauungsweise den Grundsatz übernommen, dass der menschliche/pflanzliche Organismus einen verkleinerten Makrokosmos darstellt, den Mikrokosmos mit all seinen Informationen. Dementsprechend stehen alle organischen Prozesse mit den in der Natur wirkenden Elementen und Kräften in einer untrennbaren homöophrasischen Verbindung.
  Hinter dieser Auffassung stehen auch die Erkenntnis und die Erfahrung, dass der Mensch nicht aus der Natur herausgelöst werden kann. Er steht mit dem gesamten Kosmos in einer engen Abhängigkeit, da er selbst einen Teil dieses Kosmos bildet. Aufgrund dieser Tatsache wird die Natur als Makrokosmos und der Mensch als Mikrokosmos nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten geführt.
Wenn man das Wesen und den darin enthaltenen rationalen Kern betrachtet, ist diese Auffassung unbedingt richtig, wenn auch die daraus gezogenen Schlussfolgerungen manchmal zu falschen Analogien führen können. Die Periode eines Gedankens vom Entstehen bis zu seinem Vergehen ist als Widerspiegelung des Mikrokosmos ähnlich den Gezeiten von Ebbe und Flut im Makrokosmos.
In der Natur ebenso wie im menschlichen Körper sind die gleichen ständigen homöophrasischen Wechselbeziehungen zu beobachten. Eine solche Wechselwirkung tritt immer zyklisch auf.
  Jamu-Ernte
 
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  HOMÖOPHRASISCHER ANBAU DER HEILPFLANZEN
         
  In Asien sind solche Erkenntnisse nur durch Beobachtungen der Natur über Jahrtausende hinweg zum festen Bestandteil der asiatischen Heil- und Pflanzenlehre geworden. Beim Anbau einer jeden zu JAMU verarbeiteten Pflanze wird auf die jeweiligen individuellen pflanzenspezifischen homöophrasischen Zyklen Rücksicht genommen. Nur dadurch kommt es zur Generierung von entsprechenden Informationen und den daraus entstehenden Wirkungen auf den Organismus.
Der gesamte Anbau sowie die Ernte der für JAMU verwendeten Pflanzen erfolgt manuell, wobei aber jede Pflanze eine andere zyklisch bedingte Anbau- und Erntezeit hat. Je nach spezifischer homöophrasischer Wirkungsweise werden die Pflanzen bis zu viermal pro Jahr geerntet, und zwar entsprechend der Pflanze, jeweils zuerst die Blüten, dann die Blätter, dann der Stängel und zum Schluss die Wurzel.
  Die vorgeschriebenen Anbau- und Erntezeiten sind nach alten Überlieferungen (Wuku-Kalender) streng festgelegt. Es gibt in jedem Monat des Wuku-Jahres (ein Jahr hat 6 Monate und jeder Monat hat 35 Tage) einen Tag der den Pflanzen zugeordnet ist. An diesem Tag werden nach der Ernte die Pflanzen in einer religiösen Zeremonie geweiht. Carus (Opfergaben, die man auf den Boden legt) schmücken jede Straßenkreuzung, während Priester von erhöhten Podesten Beschwörungen sprechen, um die Dämonen, die sich an den Opfergaben gütlich tun, zu bannen.   Wuku-Kalender

 

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